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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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305
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und Homilien.

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den Kopf zerbrochen, wie der Geist in meine Seelewirke? Genug, daß er nicht anders als durch mei-ne Gedanken wirkt, daß er blos durch moralischeUeberzeugung und Beweggründe in mich wirken kann;dieses fühle ich: ick will also mich selbst zu über-zeugen und gut zu werden suchen: das ist sür michgenug. Tiefer sehe ich nicht auf den Grund meinerSeele, und ich sehe nicht, wie eine menschliche Spra-che dahin dringen könnte, wohin die menschliche in-nere Empfindung nicht dringt.

Das sey also immer Hauptgcficktspunkt bei denWahrheiten der Religion: wie ist ihre Kenntnißmenschlich? kann ich sie auch, vermöge meiner Na-tur, begreifen? und ist dies nicht, was will ich dar-über grübeln, auf welche Art sie mir die Gottheitzu offenbaren für gut gefunden? Auch in diesemStücke, m. Z., ist Bildung der Seele der beste Weg,sich in die Wege Gottes zu finden, und Furcht desHerrn und Ehrerbietung gegen seine Offenbarungauch hier der Weisheit Anfang.

3. Wenn Gott also sich für Menschen offen-barte: wie anders als in der Sprache und Denkartdes Volkes, des Erdstrichs, des Zeitalters, zu demseine Stimme geschah? Nun ists eine ausgemachteSache, daß die Denkart und die Art deS Ausdruckesallen Völkern der Erde nicht gleich ist, und nochweniger in allen Zeitaltern dieselbe bleibe. Der Mor-genländer drückt sich anders aus, als der Bewohnerkalter Erdstriche, er hat eine ganz andre Welt umsich: einen Schatz von ganz andern Begriffen in sei-ner Seele gesammelt, und durch die Erziehung sei-

Herder? Merke j, Nel. u. Lheol. IV. U