und Ho Milien.
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„Wie sollte das wohl ein Wort Gottes, eineGedankenreihe Gottes an die Menschen seyn, woich so viel Menschliches wahrnehme? wo so viel Un-würdiges und Klcinfügigcs ist, was ich mir kaumwürdig der höchsten Gottheit denken kann? wo sovieles ein elendes Volk anbetrifft mit seinen Köni-gen und Geschlechtern und Zeremonien, da cs docheine Offenbarung für die ganze Welt seyn sollte?wo so vieles auf den wichtigsten Seiten, die ichgern wissen möchte, wegqelassen ist, und hingegenUnnützes füllet die Stelle ? wo bald so ein Ton vonUngeheuern und oft unwürdigen Bildern, bald vonverworrenen Vorschriften, bald von unterstütztenVersprechungen, bald von so unwichtigen Erzählun-gen herrscht, daß man nicht weiß, wo man anfan-gen, wo man aufhörcn soll, um die Stimme Got-tes zu höre»? wo so sehr der Charakter eines jedenZeitalters, in dem ein Buch geschrieben, und einesjeden Schriftstellers, von dem es geschrieben ist, her-vorleuchtet, selbst bis auf sein Temperament, aufseine Fehler und auf seine Unwissenheit hervorleuch-kct, daß ich wohl überall unwissende Juden, nir-gends aber den allwissenden Gott sprechen höre? Wovieles in solche Räthsel gehüllt ist, daß von jeherdurch alle Jahrhunderte des Christenthums neueStreitigkeiten entstanden sind, wie man dieses oderjenes Wort verstehen, diesen oder jenen Vers ausle-gen, diese oder eine andre Wahrheit verstellen soll;wo diese Hunderte von Panheien sich jeder über sei-ne Behauptung fast zu Tode hat martern lassen,und jeder sich doch auf die Bibel, auf die dunkle,so vieldeutige Bibel, als auf die Stimme Gottes,die nur ihm in die Ohren geschallt, berufen hat ? —