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Christliche Reden
liger Vater, darf ein Geschöpf, das oft.mit sichselbst kämpfet, dich um deine Gnade und Mitleidenanflehen? Wirst du die Stimme eines Elenden hö-ren, der mit deinem Buche der Offenbarung vordich tritt, dich um Aufschluß, um Befestigung derSeele an,;uflehen — Ja, 0 Gott, du bist nahe dem,der Wahrheit sucht, rc. !c.
Text: R ö m. XV. 4-, 3 . „Was geschrie-ben ist, ist uns zur Lehre geschrie-ben u. s w.
Unser Tert ist voll von Materie zu unsrer Ab-sicht, um uns von der Wahrheit der biblischen Of-fenbarung zu unterhalten. Er besiegelt uns die Wahr-heit des alten Testaments (v. 8.). Er erklärt unsdie Gestalt, in der die christliche Religion in derWelt erschien, und so wunderbar auf die jüdischeReligion gebaut wurde (v. 8.), daß diese Religionaber eine Religion für die Welt und für alle Völ-ker habe scyn sollen (v. 9-12.), daß es also die er-ste Pflicht des Ehristenthums sey, einträchtig undeinerlei gesinnt, nicht zänkisch in Meinungen undnicht voll Haß im Leben zu seyn (v. 5 -7.), daßes der Zweck der Bibel wäre, nicht streikende Par-kheien zu unterbauen, sondern zur Lehre und zumTröste zu dienen (v. 4.), und alles besiegelt er miteinem Wunsche, der auch unfern Vortrag bestäti-gen soll (v. r 3 .)
Wir wollen also demnach den Glauben derChristen an eine göttliche Offenbarungretten, sowohl gegen einige Zweifel des menschlichenHerzens, als gegen den vielfachen Mißbrauch dieserOffenbarung.