und Ho Milien.
279
pfanqcne und genossene Gute zu danken; mögenwirs erkennen oder nicht; wir Werdens immer mehrerkennen lernen: denn alle seine Tritte und Fügun-gen sind Güte; alle Blatter im Buche unsers Schick-sals sind von der Hand der Weisheit, Gnade undVerschonung, bezeichnet; seine Güte und Treue^istmit jeder Morgenröthe, unter deren Flügeln wir er-wachen, neu. Bis hieher hat uns, sagen wir mitjenem Patriarchen, der Herr gcholsen; wir sindnicht werth aller Barmherzigkeit und Güte, die eruns erzeiget! So manche harte und bittre Schale zer-brach allgemach; wir genossen und genießen den Kern,oder er wartet unser in derZukunft.— Und so wird unsdieser Kelch des Abendmahls, was er Christo war,rin Kelch guter Hoffnung, Stärkung zu einem neuenMuthe, einem unüberwindlichen Glauben an Gott,an seine gütige, milde Vorsehung: denn wie derMensch glaubet, so geschieht ihm; Zuversicht ist dasBand unsrer Seele an Gott, Zuversicht das Bandmenschlicher Gemüthcr an einander; das wahre An-denken an die Gottheit, als ein lebendiges Vergiß-meinnicht, blüht in unserm innersten Gemüthe ander Quelle des Zutrauens, - der Hoffnung, desTrostes. —
Das heutige Abendmahl ist das Fest des Dan-kes und der guten Erinnerung an die Vergangen-heit, und eines fröhlichen Rückblicks in dieselbe aufeine eigne besondere Weise. Ein Zweig des fürstli-chen Stammes tritt in diesen Kreis, eine Blume,die an einem heitern stillen Morgen aufgeblüht, ih-ren Bund der Treue und Anhänglichkeit an Gott,