Christliche Reden
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sammt ihren reinsten Wünschen und Gebeten demewigen Wesen darbringt, und ihm für das Glückihrer gelebten Kinder- und Jugendjahre, ihrer em-pfangenen Bildung und so mancher andern auszeich-nend genossenen Wohlthat im stillen Gcmüthe dan-ket. Mutter und Großmutter, dankend für sie undin ihre Seele, begleiten sie zu diesem frohen Mo-ment , zum Altäre der innersten Erkenntlichkeit ge-gen Gott, der sanftesten Herzensergebung. Theil-nchmende, fröhliche und freundschaftliche Herzen be-gleiten sie auch dazu; der Wunsch ihres verehrtenVaters, ihres geliebten Bruders begleiten sie abwe-send nicht minder; auch für sie ist das AbendmahlLas Fest einer schönen stillen ruhigen Hoffnung, derunvcrwelklicben Blume, die, im Garten der ewi-gen Vorsehung von ihren Händen gepflegt, blühet.
Gütiges Wesen, nimm ohne Worte diesen stil-len Dank an, Dank für jedes Eure, das du derfürstlichen Tochter erzeigt hast! Dank, daß du siefür so manchem Uebel der Erziehung andrer Fürsten-kinder bewahrtest. Nimm das Gelübde Ihres Her-zens , die Wünsche Ihrer Eltern und Freunde fürSie, vor allen aber den großen Wunsch an, daßjede gute Anlage in ihr zum edelsten Guten gedei-hen und aus dem tiefsten Grunde ihres Herzens dievortreffliche Blüthe der Menschheit hervorgchen mö-ge, Glaube an dich, thatige Güte, Hoff-nung, Früchte des Verstandes und Herzens, dieunser sind, die uns kein Zufall giebt oder raubet,die aber auch durch sich selbst und in guten Folgenunendlich, unzerstörbar, aufs süßeste lohnen.