278 Christliche Reden
gestiftet wird; denket daran, thut solches zu meinemGedächtnis;; der bittre Augenblick der Trennung, allevyr ihm stehenden Schrecken des Todes, und Dun-kelheiten der Zukunft überwand er' durch Glauben,Liebe und Hoffnung. Durch Glauben an Gatt,aus dessen Hand er den Kelch seines Verhängnissesnahm, durch Liebe zu denen, die er als den schön-sten Erwerb seines Lebens ansah, in deren Herzenund Gesinnungen er fortzulebcn wünschte; durch -ei-ne unvcrtilgbare Hoffnung auf die Zukunft. Auchmit Blute bezeichnet war sein Geist eine Lilie, dieihren Geruch auf alle Zeiten ausbreiten würde; auchunter den Dornen, die sie hart umschlangen, warsein Geist eine königliche Rose.
Wir stehen hier vor dem Altäre seines Bundes,eines Bundes, den er mit menschlichen Seelen indie Zukunft stiftete, denen sein Andenken auch nochAufmunterung und Freude sei)» sollte. Auch wirsind dazu da, die Wahrheit, als das schönste Gutder Erde und des Himmels, zu lieben, das Gutemit reinem Sinne zu befördern, Großmukh undGüte Andern zu erzeigen, wie Gott sie uns erzeigte.Ein Gelübde darüber,, ein Wunsch des Herzens dar-nach, ein fester, innerer, heiliger Vorsatz sind Bundmit der Gottheit, die ein Geist ist, in menschlichenSeelen und auf dem Altäre ihres Gemüthes keinschöneres Opfer erkennet und annimmt, als Auf-richtigkeit und Liebe.
Dieser Moment des innern Gebets bei demGenüsse des heiligen Denkmals Jesu Christi verbrei-tet unsre Herzen in die Vergangenheit und Zukunft.— Zn die Vergangenheit, um Gott für alles cm-