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Christliche Reden
Gott ihr durch einander Gutes erwiesen. Im Laufeder Natur sind sie einander Comm Union, Ge-meinschaft; Ein Band des gemeinschaftlichen Lebensknüpft sie, mit Leid und Freude. Himmel undHölle können sie einander werden, die süßeste Lust,die bitterste Unlust. Diese heilige Commu-nion ruft sie auf, einander Freude zu machen;um durch einander Glück zu finden, „einander zuverzeihen, fo wahr sie wollen, daß Gott ihnen ver-zeihe und vergebe:" denn dies Denkmahl, zur Ver-gebung der Sünden eingesetzt, ist für die Genießen-den ein Gelübde der Vergebung. Herzen mit ein-ander zu verbinden, so daß die, die Gott verband,einander die Hand reichen, um sich zu jedem Gutenzu starken ; dies ist Geme inscha ft, Commu-nion vor Gott; eine Verbindung reiner Gemü-ther, auf Einem Lebenswege, zu einerlei menschli-chen und christlichen Pflichten, auf Eine künftigeHoffnung, in Erinnerung des letzten Abschiedes voneinander, und einer gemeinschaftlichen Erscheinungvn- Gott in jener Welt der Wahrheit, in welcherLiebe und Güte allein Belohnung findet.
In einzelnen Umstanden und Veranlassungendes Lebens, besonders bei Wohltbaten, die eineFamilie im ersten frohen Andenken feiert, wirddiese heilige Handlung ihr Eucharistie, einDankfest, indem sie die Genießenden aufregt,zu bedenken, was Gott im Vergangenen ihnen fürbesondere und einzelne Güte erwiesen; im Genüssedes Abendmahls, des Denkmals der größestcn LiebeGottes empfinden sic die ihnen erwiesene Güte noch-mals und vielfach. „Bis hjeher hat uns der