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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Seite
213
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Mitternacht an einer künftigen Morgenröthe nichtzu zweifeln? Bist du auch bereit, die liebstenWünsche deines Herzens der Vorsehung aufzuopfern,wenn und wie sie von dir dies Opfer verlangt?Auch so bereit zu verzeihen, zu vergeben? über al-len Haß, über alle üble Vergeltung deiner Feindeerhaben? Eben so edelgesinnt, nur im Herzen derDeinigen zu leben? in ihnen zu leben durch Liebeund Segen, durch eine stille Wirkung Deiner Ge-sinnungen und Lhaten in ihren Herzen, in ihremLeben?"

Und da die letzte Stunde eines Scheidenden imKreise seiner Freunde uns natürlich in die Stundesetzt, wo auch wir von den Unsrigen uns trennenund scheiden; so wird die Eommunion in dieserStunde natürlich ein ernster Rückblick auf unsselbst, auf unser ganzes Leben. ,,Wie wird,spricht zu uns das Abendmahl, dein letzter Zuruck-blick fcyn? auch so freudig und dankbar, so reuelosund heiter? zurückstrahlend auf die, in denen duzurückbleibest? Wirst du.auch gewiß, daß du inandrer Menschen Herzen, in der Deinigen Herzenmit Dank und Freude, mit froher Erinnerung undLiebe fortlebest, gesetzt und fröhlich dich von ihnentrennen, und nichts vor dir sehen als das Paradies,wo sie mit dir scyn werden. Oder wird Gramund Neue, Schaam über ein verlohntes, gehässiges,mißbrauchtes Leben, Unmuth in dir und Anderndie Wolke seyn, in welcher du hinwegziehst?"

Eine Familie tritt vor den Tisch des Herrnals Eommunion; natürlich mit der Erinnerung,was sie sich sey, was sie an einander habe, was

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