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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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212
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Christliche Reden

Wahrheit wie Er, einander einträchtig zugethan zuseyn, wie Er es ihnen bis in den Tod gewesen,sich seinem Werke, seiner reinen Gedankenweise,ganz zu weihen; innig mit einander verbunden, alsob seine Seele in ihnen lebe. Das Frundesmahlward also Eommunion, Gemeinschaft derLiebe und des Andenkens mit Ihm, Ge-meinschaft der Liebe und Mitwirkungunter einander. Ein Glaube, Eine Hoffnungbeseelte sie, der Glaube, die Hoffnung ihres abge-schiedenen und ihnen gegenwärtigen Freundes.

Wir wissen, mit welchen Mißverständnissen undAergerniffen diese einfache, durch sich selbstverständ-liche Handlung in jenen trüben und dunkeln Zeitenumwölkt wurde, in denen alles umwölkt war; nieaber haben diese Mißdeutungen hindern können, daßder Geist der Handlung nicht durch sich selbstspräche. Ec spricht zu jedem Herzen, zu jedemreinen Gefühle und Verstände.

Ein Mensch, der in der Eommunion vor Gotttritt, öffnet ihm seine Seele; mit Fehlern und Un-vollkommenheilen, mit Hoffnungen und Wünschentritt er vor den Allwissenden und legt seine Gesin-nungen an das reinste Richtmaas. DerStifter des Abendmahls, in der Stunde, da erverrathen ward, stehet vor ihm, wie er das Drodbrach und den Kelch des Dankes erhob über seinLeben. Sein stiller Blick fragt jeden Genießenden:Ist deine Seele so heiter, so dankvoll über dein ver-gangenes Leben? so ergeben in den Willen Gottes,so zutrauensvoll in Ansehung der Zukunft? Bist duauch bereit, aus seinen Händen Leid und Freudemit gleichem Mulhe zu empfangen und in der nabenden