Anrede
am C o m m u n i o n t a g e.Den 2iten Merz 1799.
-^ie heilige Handlung, zu der wir heute an ihremSiftungstage versammlet sind, gewahrt, kraft ihrerNatur und der Umstande, unter welchen sie gestif-tet und fortgesetzt ward, eine so reiche Ansicht vonmancherlei Seiten, daß sie, rein menschlich betrach-tet, in mancherlei Situationen des Lebens nicht an-ders als heilig und belehrend seyn kann.
In der Stunde, in der sie gestiftet ward, beider letzten Frcundesmahlzeit, die ihr Stifter mitden Seinigen hielt, war es eine traurig-fröh-liche Voraussagung der Dinge, die ihmnahe und seinen Freunden unerwartet bevorstanden.„Wie ein dürres Brod, die Speise der Armen,würde er gebrochen werden; aber auf seinen unschul-digen Tod, unter Hohn und Verachtung, werdeein Kelch des Dankes und der Freude, für eineneue Befreiung, größer als die ihren Vätern ge-schehen war, folgen. Aus seinem Tode werde eine