LVL
Christliche Reden
züglichste sepn. Was wahrhaftig ist, wasehrbar, was gerecht, was keusch, waslieblich ist und wohllautek, ist etwacine Tugend, ist etwa ein Lob, dem stre-bet nach.
Gehört ein Land dem Fürsten, oder der Fürst seinemLande?
Beide gehören einander. Der Fürst ist dieSeele des Landes, durch allgemeine Vernunft, Ge-rechtigkeit und Güte.
Hat ein Fürst hiezu große Beweggründe?
Edle Motiven, indem er statt Gottes da istund nichts Böses thun darf; dagegen aber kann erviel Gutes thun, das ihn allenthalben mit Dankund Liebe belohnet.
Muß ein Fürst mißtrauisch seyn gegen seineUnterthancn?
Nie mißtrauisch, sondern zukrauend und vor-sichtig; ihr Zutrauen muß er sich erwerben.
Wodurch erwirbt ers?
Durch treue Erfüllung seincr Pflichten mit Ein-sicht , Gerechtigkeit und Güte.
Was spricht zur Zubereitung auf alle diese Pflichten,auch in jüngeren Jahren, hierüber ein biblisches Buch?
Gedenke an deinen Schöpfer in dei-ner Jugend, ehe die Jahre kommen, dadu wirst sagen: sie gefallen mir nicht.
Und was spricht eben dies Buch als die Summe allerLebensweisheit aus?
Fürchte Gott und halte seine Gebe-