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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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202
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Christliche Reden

züglichste sepn. Was wahrhaftig ist, wasehrbar, was gerecht, was keusch, waslieblich ist und wohllautek, ist etwacine Tugend, ist etwa ein Lob, dem stre-bet nach.

Gehört ein Land dem Fürsten, oder der Fürst seinemLande?

Beide gehören einander. Der Fürst ist dieSeele des Landes, durch allgemeine Vernunft, Ge-rechtigkeit und Güte.

Hat ein Fürst hiezu große Beweggründe?

Edle Motiven, indem er statt Gottes da istund nichts Böses thun darf; dagegen aber kann erviel Gutes thun, das ihn allenthalben mit Dankund Liebe belohnet.

Muß ein Fürst mißtrauisch seyn gegen seineUnterthancn?

Nie mißtrauisch, sondern zukrauend und vor-sichtig; ihr Zutrauen muß er sich erwerben.

Wodurch erwirbt ers?

Durch treue Erfüllung seincr Pflichten mit Ein-sicht , Gerechtigkeit und Güte.

Was spricht zur Zubereitung auf alle diese Pflichten,auch in jüngeren Jahren, hierüber ein biblisches Buch?

Gedenke an deinen Schöpfer in dei-ner Jugend, ehe die Jahre kommen, dadu wirst sagen: sie gefallen mir nicht.

Und was spricht eben dies Buch als die Summe allerLebensweisheit aus?

Fürchte Gott und halte seine Gebe-