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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Ho Milien.

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Und UM diese Gerechtigkeit zu beweisen, was muß erlieben?

Die Wahrheit.

Muß ein Fürst auch die unangenehme Wahrheit nichtscheuen?

Er muß sie nicht scheuen, weil er sonst nurangenehme Lügen höret.

Kann ein Fürst nach Belieben seine Meinung statt derWahrheit geltend machen?

Nie: denn Wahrheit bleibt Wahrheit. Eineaufgcschmeichelte Meinung macht Schmeichler;eine aufgcdrungcne Falschheit erweckt Haß und Ver-achtung.

Vor wessen Augen lebt ein Fürst?

Vor den Augen Gottes und der Menschen. Allefind auf ihn aufmerksam.

Lebt ein Fürst blos für seine Zeit?

Er kann nicht anders als auch für die Nach-welt leben. Von der Vorwelt hat er empfangen;denen, die hinter ihm sind, lasset er Böses oderGutes nach.

Wie lebt er also aufs würdigste für die Nachwelt?Wenn er ihr viel Gutes und Rühmliches nach-laßt, das fortwährend Nutzen stiftet.

Wie erreicht er dieses?

Wenn er sich selbst das Unnöthige versagt unddas fortwirkcnde Gute vorzüglich zum Zwecke hat.

Was heißt Fürst, princapb?

Der Vorzüglichste. In jedem soll er der Vor-

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