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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Homilien.

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verstärkte sich das Band ihrer Glückseligkeit durcheinen neuen Zauber: das süße, das kräftige Wort:Vaterland! ertönte. Auch hiezu hatte Gott Em-pfindungen in die menschliche Natur, und von au-ßen Lockungen und Netze umher gelegt, daß diesemneuen Bande niemand entgehen könnte. Lassetuns die schöne Verknüpfung desselben mit unsermHerzen sehen!

Jedem Menschen sind die Jahre seiner Kindheitdie angenehmsten. In ihnen blühet er noch als ei-ne frische Pflanze, der Gottes Sonne schön leuch-tet, die alles Erquickende der Schöpfung in sich sau-get; oder (mit andern Worten) die ersten Empfin-dungen und Tätigkeiten eines Menschen sind ihmüber Alles süß, sie bleiben ihm lebenslang die fro-hesten Erinnerungen der Seele. Alle Eindrücke sindih alsdann noch neu und lebhaft: mit ihnen drücktsich zugleich alles ein, was sie umgiebt; sie werdenauf Lebenszeit gleichsam die Form der menschlichenSeele. Wenn wir auf uns merken, werden wiröfters finden, daß wir, was uns in spätem Jah-ren vorkommt, unvermerkt auf unsre frühesten Ein-drücke beziehen, und mit ihnen vergleichen; ja vieleMenschen sind mit diesen ersten Eindrücken gar amZiele, und wagen nichts für gut zu erkennen, wasnicht mit jenen übereinkommt. Die ersten Vorbil-der, die wir sahen, die ersten Lehren und Reize, diewir empfingen, sind von beinahe unauslöschbarerWirkung: und siehe! diese ersten Empfindungen undReize schufen das süße Wort: Vaterland! Glück-lich ist der, der nur die besten Eindrücke jeder Artzu demselben rechnen darf, und in seiner Erziehung