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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Reden

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die Früchte dieser Verknüpfung schuldig. Auch indiesem Betrachte heißts also: die Obrigkeit istvon Gott; wo Obrigkeit ist, ist sic vonGott verordnet: denn durch sie sind göttliche

Wohlthaten dem menschlichen Geschlecht« zu Theilworden: Sicherheit und Ordnung, Erweckung derThatigkeir und der edelsten Menschengüte. Durchsie hat sich die Vernunft emporgehoben, auch in ver-worrenen Fällen Ein gemeinschaftliches Beste anzuer-kenncn und durch Gesetze zu gründen. Das mensch-liche Herz hat sich gefallen lassen, auch beim Streiteder Leidenschaften einer allgemeinen Stimme nach,zugeben, und ein fremdes Wohl als das seinige zuempfinden. Es waren also wirklich Schutzengel derMenschheit, Gottes Boten, die solche Einrichtun-gen zu Stande brachten, und überall ist noch dieObrigkeit mit dem Ansehen Gottes bekleidet, umdas im Gange zu erhalten, wodurch die Menschheitnur Menschheit ward. Lasset uns setzen, daß derKörper einer Gesellschaft getrennt und alle heiligePflichten ihrer Verbindung zerrissen würden: welchunglückseliger Zustand singe wieder an ! Der Schwa»chere würde dem Starker» zum Raube: Gewalltha-tigkeiten hatten ihr freies Spiel; ja die verfemtenLaster der Menschen würden sich Abscheulichkeitenschaffen, davon keine alte Zeit wußte., Regentensind also Statthalter Gottes, denen die heiligstenRechte der Menschheit anvertraut worden, und Gottwird sie von den Händen derselben fordern.

3. Sobald also verschiedene Geschlechter EineRegierung, mithin den gemeinschaftlichen Boden ih-rer Geburt und ihrer Thätigkeit liebgewannen, so