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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und HoMilien.

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Alles seyn kann; keines sich auch dem Dienste desgestimmten Körpers entziehen mag, ohne daß esselbst und mit ihm der ganze Körper leide. Ewigverdient also ums Wohl des menschlichen Geschlechtswaren jene große, vom Himmel berufene Menschen,die Familien zusammenbanden, ihre verschiedenenFähigkeiten und Neigungen zu Einem Zwecke ver-knüpften , und- ihnen also das Gepräge einer Gesell-schaft ausdrückten. Sie thaten das, was Gott, in-dem er unserm Geschlecht so verschiedene Kräfte gab,wollte gcthan haben, und so wurden sie gcwisscr-maaßen unsere zweiten Schöpfer. Nun wurden Fä-higkeiten im Menschen rege, die vorher kaum be-merkt waren, und jeder konnte die seinige üben.Einer half dem Andern; einer stand dem Andernbei. Dieser erfand, jene folgten nach ; dieser schützte,jener konnte sich in stillem nützlichen Fleiße üben.So bekam jeder sein Eigenthum, und konnte esruhig genießen: die einander naher gebrachten Men-schen gewöhnten sich zu Pflichten gegen einander,weil sie sahen, daß sie einander unentbehrlich, daßsie für einander geschaffen waren. Der Geist sol-cher Versammlungen arbeitete also dem Ehristenthu-me vor, und soll ihm immer noch helfen und ihnfördern. Denn wozu, m. Z., wohnten Menschenso enge an einander? wozu hießen gewisse Stricheder Erde Ein Land, Eine Stadt, Eine Gemeinheit?wenn nicht dazu, daß die Einwohner desselben sichauch als Eine Gemeinheit anschen, einander beiste-hen, helfen, rathen und allesammt als Bürger Ei-nes Landes friedlich mit einander leben sollten? DerName der Obrigkeiten ists, der die Menschen aufsolche Weise verknüpft hat; ihm sind wir also auch