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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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147
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und Homilien. 147

wir nicht alle überzeugt, daß die meisten Nebel dergrößeren Gesellschaft aus einer vernachlässigten oderübel geleiteten Erziehung werden? daß Menschen,die den wahren Zweck des Lebens nicht frühe ken-nen lernen, oder nicht frühe schon durch ernste Ue-bungcn zu ihm gewöhnt werden, daß diese auch inspätem Jahren nichts anders als müßige, lästige,unzufriedene, unglückliche Glieder eines Staats scynkönnen? Jeder bringt sodann Jrrthünicr, Vorur-theile, Laster und Leidenschaften in seinen Stand,und so verderbt er denselben mit ihnen ; ja er pflanztsie auf seine Kinder und auf andere, die sich ihmnähern, unglückseliger Weise weiter. Der Vaterseines Volks also suchte vor allem in die erste Bil-dung der Menschen bessere Grundsätze zu pflanzen.Mehr als Reichkhum und Volksmenge, mehr als Uep-pigkeit und Wohlwollen einzelner Stände war ihmdie innere Gesinnung der Menschen, daß jeder früheerkennen lernte, wozu er lebe? dass er den Zweckund das Wohl seiner Tage auf rechten Wegen suchte,und nicht erst durch Schaden, vielleicht spät odergar nicht klug werden dürfte. Wohl dem Vater sei-nes Volks, der also dachte! der diese Wurzeln derGlückseligkeit seines Staats in der ersten frühen Bil-dung der Glieder desselben legte! Der Fleiß allerStände blüht damit auf! Das Wohl aller Fami-lien wird damit befestigt! Mit Recht heißt er einVater des Volks, weil ec dasselbe zum Guten nichttreibet, sondern erziehet.

2. Sobald sich also mehrere Familien zusam-menthaten, und das Glück hatten, von einem ge.»

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