und Ho Milien.
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Verstandes, deS Raths und der Klug-heit ist also das göttliche Salböl aus dem Hauptedes Regenten, das jeder mit Freude anerkennt undehret.
Gott giebt dazu Kraft und Anlage, die Erzie-hung bildet sie, das thätige Leben führt sie aus —und so möge Erziehung und Leben diese thatige Weis-heit bei unserm Prinzen auSführcn! Weder Gelehr-ter , noch Künstler, aber ein weiser Regent müsseer werden, der, was seines Amts und Standes ist,frühe kennen lerne; und cs nur kennen lerne, da-mit ers auch auszuführen trachte. Frühe wird erdie Geschichte aufschlagen und einschen lernen, waser von den Tugenden und Fehlern dahin gegangenerRegenten für Vortheile zu ziehen habe? Er wirdfragen, woher cs kam, daß seine edelsten grvßmü-thigsten Vater bei so mancher auswärtigen Unter-handlung verlohren? Er wird fragen, wer es war,der den ewig verdienten Johann Friedrich demFeinde in die Hand gab? upd woher so oft dievorkheilhaftesten Zeitumstande für die Vlüthe seines.Hauses ungenutzt blieben? Die Geschichte wird ihmalso Spiegel seyn, Menschen, Stände, Zeiten undGeschäfte kennen zu lernen, und darnach für seineZeit, für sein Bedürfnis ihren Werth zu ordnen.Er wird unterscheiden lernen, was zur Last undzur drückenden Zierde, oder was zum Wohle deSLandes gehöre? was dem Staate diene, oder wasihn untergrabe und von ihm zehre? Die blendend-ste Pracht wird er für viel zu theucr erkauft hal-ten , wenn auch nur der Seufzer eines einzigen ge-drückten Unterthanen daran klebte. —