Christliche Reden
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nicht, was sein Mund bittet Er bittetdich um Leben: so giebst du ihm Lebenund setzest ihn zum Segen und erfreuestihn mit Freuden deines Antlitzes immerund ewiglich. Die Geschäfte eines Fürsten for-dern diese Kraft und Freude. Er soll im Na-men Gottes, und also auch mit dem WohlgefallenGottes, wirken, sich freuen über seinem Werk,Menschen glücklich zu machen und in ihrer allerGeschäften und Empfindungen leben. Er soll dasHerz haben, sich allem Bösen seines Landes,woher es auch komme, mit Freudigkeit und festemMuth zu widersehen, zu Erreichung des Gutenauch schwere, anhaltende Mühe zu übernehmen,und tapfer und stetig seyn in Entschlüssen und Tha-tcn. Allerdings gebört hiezu Gesundheit, Stärkeund fröhlicher guter Muth des LebcnS. Bei einemschwachen Menschen wanken die Gedanken hin undher; alle Gegenstände zittern in seiner Seele, wieein Bild im erregten Wasser. Einem schwachenFürsten wird alles mühsam: er scheuet sich vor dem,dem er helfen soll: denn er fühlet sich jedem Ent-schlüsse zu schwach, dadurch er ihm helfen könnte.Er müßte nehmlich jenem Gefürchteten Einhaltlhun, diesen Unterdrücker beugen, jeden Bedräng-ten hören, überall nach der Quelle des Unrechtsgraben, Dornen ausrotcen, damit man statt ihrerFrüchte pflanze — zu dem Allem gehört Festigkeitder Seele, unerschütterre Großmuch. Der Anfangdes Guten ist überall schwer; der Grundstein seinesGebäudes will in die Tiefe gelegt seyn, wenn dasGebäude selbst dauernd seyn soll. Und dazu gehörtHeldenmuth, der gewisse freudige Geist,