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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Reden

Kinder deiner Knechte werden bleiben und ihrSeme wird vor dir gedeihen. Psalm 102,W. 26-29.

<^ie verlesenen Worte, M. A., enthalten einenhohen Blick aus Gott, de» unsterblichen ewigenKönig, vor und unter dem Alles weicht und wech-selt, kommt und verschwindet; aber er bleibtder er ist, der Scepter se i n e r R e g ier un gist ein ewiger Scepter. Berge sinken undGeschlechter vergehn, und cs erheben sich andreGeschlechter. Selbst Gottes Gewand, die ewigenHimmel, veralten: (dann kleidet sich Gott in einneues Gewand der Himmel;) aber er bleibetder er ist, und der Jahre seiner Negie-rungist kein Ende.

Doch, fahrt der Psalm fort, ist durch seineGüte und Wohlthat auch etwas Daurendes undBleibendes auf Erden; cs ist das Wort des Se-gens, das er über Völker-und Familien ausspricht-die ihn ehren, die er lieb bat: es ist das Blei-ben und Gedeihen guter Menschenge-schlechter. Mit jedem neuen Zweige lasset erauf solcheist Stamm, den er sich selbst zur Freudeund zum Glück der Menschheit gepflanzt hat, eineneue Sproße seines Segens aufblühn: sein Augewachet über dasselbe, denn, sagt der Psalm, derHerr schauet von seiner heiligen Höhe,er siehet vom Himmel auf Erden, daß, erdie Wünsche der Menschen höre, daß er sich desWohls seiner Völker annehme. Die Kinder sei-