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Ehegatten trennt, die einander alles sind , und gernewig seyn möchten: wer zeigt sich ihnen in diesendunkeln Augenblicken näher als der Gott des Schick-sals? Sein Gang ist im Dunkeln, aber dieMor-gcnröthe ist vor ihm; Ewigkeit ist in seiner Hand,wenn er etwas der Zeit raubet. Dort sollen sichwieder finden,. die sich hier trennen mußten, sie sindnur auf Augenblicke getrennt, und finden sich ewigwieder. Das Vorangegangene soll mit seinem leich-ten glanzenden Tritt dem Nachbleibenden den Wegin die Ewigkeit zeigen, dahin seine Gedanken, da-hin allmahlig sein Herz ziehen --und ach! im
tiefsten Schmerze, im Augenblicke der größesten Ver-wirrung und Beugung laßt sich ja eben die kind-lichste, freudigste Religio» zeigen! Ein blutendesund doch stilles, doch zutrauendcs, und mit derGüte Gottes gleichsam kämpfendes Herz ist ihm dasangenehmste Opfer.
Und so ruhe denn auch du, HingeschiedenerEngel! ruhe sanft in deiner kalten Wiege, deinemSchlafkammerlcin in der Erde. Du liegst, einOpfer unsrer Wünsche, neben dem Altar; aber deinunsterblicher Geist, ewig wie der unsrige, lebet ineiner andern Welt, 'und sollte da seine Vlüthentreiben. Deine sanfte Gcberde, und dein schön ge-bildetes Antlitz zeiget uns, welcher Art er gewesenwäre, wenn er seine irdische Laufbahn hatte gehnmüssen; es gefiel aber der Vorsehung ein Besseres.Deine Geburt ward Eingang in ein höheres Leben.Nicht am Strahl dieser irdischen Sonne sollte deinAng sich freuen, noch dein Mund den NamenGottes, den süßen Vater - und Mutternamen, rn