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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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104
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Christliche Reden

zu unterwerfen, durch das, was er uns gibt undnimmt, was er gewahrt und verzögert, ihm näherzu kommen, und immer mehr davon entwöhnt zuwerden, daß wir die Herren unsers Schicksals se>)Nkönnen; gewiß dieß ist, nur dies ist menschlicheGlückseligkeit und Weisheit. Gott erziehet uns zuihr auf die lindeste, aber eindrücklichstc Weise; under belohnt uns reichlich, wenn wir auf seinenWink merken.

Gewiß ist dies auch sein Zweck, wenn er sooft die zartesten Bande menschlicher Herzen zwi-schen Eltern und Kindern , Ehegatten und Freundenauflöst. Hier werden Kinder Waisen ; Gott nimmtihnen ihre Versorgung und Eltern weg wozuthut cr's, als daß andre,, vielleicht kinderlose Eltern,in der Hinweggenommenen Stelle treten, und sienoch in der Ewigkeit verbinden, erfreuen sollen mitder an ihren Kindern erzeigten Liebe. Wahrlich,wenn Abgeschiedene verbunden lind erfreut werdenkönnen durch etwas auf der Erde: wenn in der Ewig-keit je Zähren der Dankbarkeit fließen können, soist es in diesem Falle. Der hinweggerisse Geistschwebet gleichsam um die , die er verlassen mußte,und das schmcrzlichlosgewundnc Herz empfindet viel-leicht jede Wohlthat und Liebe, denen, die Thcilevon ihm sind, in Christus Namen erzeiget. Hierfließen die Empfindungen zweier Welten zusammen:wir können Engel vereinen, und Engel können unsreGutthat beneiden.

Wenn Eltern ihre Kinder verlieren, oder sonstihre Wünsche, Hoffnungen, ihre nächsten Entartun-gen getäuscht sehen: wenn das Schicksal Freunde,