rc>c>
Christlich eRedcn
ordnuug Gottes gefühlt, und in so liebliche Bildergekleidet: „diesen frühzeitig Eutschlafnen habendie Götter geliebt! Jenes früh hinweggcnom-mene Kind hat Aurora entführt."
Und gewiß,. m. Z., dies sind Nicht blos Bil-der, sondern Wahrheit: eine ganze NaturordnungGottes trüget uns nie. Seine Hand war reich vonLeben; überall streute sie die Funken, die Keimehin, auch in Raume, wo sie nicht aufblühen konn-ten und sollten: nur keimen sollten sie da, und erverpflanzt sie weiter. Der eine langsame Weg derCrdentwicklung war der allgütigen Natur zu arm,zu langsam: sie öffnete tausend Pforten, lausendWege; aus jedem Lebensalter, von jeder Stufemenschlicher Jahre wallen ihre Kinder zu ihr — einunaufhörlicher Jug, ein immer neues Aufbrechenund Wandern! Ihren schönsten Kindern macht sieden kürzesten Durchgang : ihre Lieblinge ruft sie früh.
Die Seele des Kindes ist eine völlige Men-schcnseele. Sie hat den ganzen Bau ihrer Fähig-keiten, Anlagen und Triebe, wie der Keim dasganze Gewächs in sich; aufs Antlitz des jüngstenneugcbornen Kindes, in seinen Bau und in sein We-sen ist schon seine ganze Seele gezeichnet. Wassich hier nun nicht entwickeln kann, sollte cs sichnirgends entwickeln? Der Gott, der kein Stäub-chen untergehn laßt, sollte er eine Menschenseeleuntergehen lassen, die er so schön gebildet, soreich ausgestattet und beschenket hat? Ja wennwir die vorige so allgemeine Erfahrung dazu neh-men , daß Kinder von der feinsten Bildung, vonder reichsten und liebvollsten Ausstattung am früh-sten hinwcgaerufen, und hier am wenigsten entwi-