und Homilie n. yg
weine Unvollkommenheiten sind mir hier für einegrößere Vollkommenheit Bürge. Die Summe mei-nes hiesigen Daseyns: Glaube, Liebe, Hoff-nung sagt mir das, als ob es mir Gott sagte.
Und wahrlich, dieser sagts uns auch: seinegroßen Naturgesetze sind eine deutliche Sprache, dieuns die Offenbarung so tief ans Herz legt, und sieso herrlich aufklart. Eben so herrlich klaren unsbeide auf: warum sogar wenige hier zum vollenGenuß deS Erdelebens kommen? indem es ein of-fenbares Naturgesetz ist, daß die meisten früh hin-weggerückt werden. Sie werden hinweggerückt, da-mit sie weiter kommen: sic machen einen kurzenDurchgang durch dies Leben, und kommen destoeher zur Heimath. Der Gerechte, ob ergleich zu zettlieh stirbt, ist er doch inder Ruhe. Ec gefallt Gott wohl und istihm lieb und wird weggenommen ausdem Leben unter den Sündern. Er istbald vollkommen worden und HatvielJahre erfüllet. So spricht das Buch der Weis-heit, und das erste Beispiel eines frühen Hingangsaus dem Leben stellt die Bibel in eben dem Lichtedar. Henoch, der nicht zu den Jahren der Alt-vater kam, Henoch, der hienieden schon alsFreund und Liebling mit Gott umging; weil ermit Gott wandelte, so nahm ihn Gottzu sich, man sah ihn nicht mehr unter den Men-schen. Gewiß die schönste lieblichste Erklärung einesfrühzeitigen Hingangs aus diesem Leben! Auch dieHeiden haben den Wink dieser väterlichen Natur«
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