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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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95
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und Homilien.

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die schönsten Kleinode ihres Herzens einer höhcrnMutter, der Ewigkeit, zugehören. Kinder verlierenihre Eltern in Jahren, da sie sie am meisten ver-missen, da sie ohne sie fast nicht seyn können aufder Erde. Arm und unerzogen irren sie umher, ver-lassene Wandrer auf wüstem Wege, abgerissene baum-lose Zweig:! Der abgeschiedene Geist der Eltern,wenn er um sie schwebt, wenn er sie verlassen um-herirren sieht, er kann ihnen nicht zu Hülfe kom-men, kann ihnen die Hand nicht 'reichen. Wie man-chen ward der süße Vater- und Muttername kaumauszuspccchen, kaum herzulallen vergönnt: sie soll-ten die, denen sie alles zu verdanken hatten, nichtkennen, und diese an ihnen keine Freude, keinenTrost genießen im Leben. Die liebsten Ehegattenwerden getrennt, und die bleiben zusammen, die sichtäglich von einander wünschen. Die besten Freundewerden getrennt, und die sich hassen, erhalt dasSchicksal. Die Blume der Liebe fällt ab, die zar-teste Nose der Freundschaft welkt, und der nackteDorn steht da, als ob ihm die Ewigkeit gebührte.

Was will der Regierer der Welt mit alle demsagen? was will er uns sagen als dies zuerst: Men-schen, auf eurer Erde ist nicht der Sitzder Ruhe: sie ist kein Wohnhaus ewigerWünsche. Eine kurze Ruhestätte für den Wan-drer ist sie, und nichts weiter. Wenn wir auchkeine Bibel hatten, wo uns dies aus allen Blät-tern gesagt ist: so sagt's uns die Natur, so sagen'sHimmel und Erde. Unsre Erde dreht sich, und wir