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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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90
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go Christliche Neben

Da werden wir aiischauen,

Worauf wir hier nur bauenDurch Glauben an dein Work:

Und mir der Schaar der Frommen ,

Aus Sturm und Wellen kommenZum ewig sichern Port, Amen. V- U.

Text: Hiob 14, B. r., 2. und 5»

^ederickann unter uns, m. A , ist die traurigeVeranlassung bekannt, weswegen ich heute diesenText wähle. Es hat der Vorsehung gefallen, unsrxHoffnung in Klage zu verwandeln und uns selbstdie Wahrheit zu predigen, die Hiob hier so rührendvortragt: Der Mensch vom Weibe geborenlebet kurze Zeit; gehet auf wie eineBlume, und fallt ab, fleucht wie einSchatten, und bleibet nicht. Er hatseine bestimmte Zeit: die Zahl seinerMonden stehet bei dir, du Haft ihm einZiel gesetzt, das wird er nicht überge-hen. Wenn also die Veranlassung selbst, wie ichvoraussetzen kann, jedem eindrücklich und rührendgewesen, wenn sie vielleicht diese Woche her die Ge-danken manches mit eben der Wahrheit beschäftigthat, von der Hiob r>'det; wie könnten wir dieseStunde besser anwenden, als wenn wir die Lehreder Vorsehung, die sie uns selbst gesagt hat, zumGebrauch unselö Lebens entwickeln?

Der Text enthalt eine Klage üb?r die Kürzeund Unruhe des menschlichen Lebens: er braucht da-zu die wahren und rührenden Bilder einer abfallen-den Blume, eines flüchtigen und bald verschwurt-