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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Reden

sind, in ihnen doppelt und vielfach leben. Wersetzt uns, sagt jenes alte Buch, einen Stein desAndenkens, wenns nicht die Hand eines Kindesthut ? und wo giebts bessere Steine des Andenkens,als wenn sic selbst, lebende Denkmale von uns zumSegen, zur Freude, hinter uns bleiben? Und dadies alles von dem Gott allein abhangt, der derewige Vater ist aller Kinder und Eltern, und Her-ren der Erde, der ihr Haar gezahlt und ihr Herzbereitet hat, und ihren Namen nannte, ehe sie wa-ren, und sie rief, daß und was und wo sie seynsollten? der ihren Lcbensgang zeichnete, und eintrugmit dem Finger der Liebe, und Lebenslang zu ihnensprechen muß: weiche nicht, ich bin dein Gott! ichstarke dich, ich erhalte dich durch die Rechte meinerBarmherzigkeit; es sollen wohl Berge weichen undHügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht vondir weichen, und der Bund meines Friedens sollnicht hinfallen, spricht der Herr dein Erlöser!Was ist wohl mehr Menschen-, und Eltern-, undFreundes- und Christenliebe, als zu ihm zu brin-gen, die sein sind, sie durch Gebet und Vorbilte,die für jeden, der ihrer bedarf, wie viel mehr fürein neugebornes Kind bei Gott viel vermögen, ansein Herz zu legen, und in seinem Namen den Bund'der Liebe und Treue zu schließen, der ihm ewig dasHer; Gottes erhalte! Aus dem Munde der Unmün-digen und Säuglinge hat er sich Macht und Lobbereitet. Das erste ihm geschenkte Lallen ist ihmschöner als der Glanz eines Morgensterns, der ersteStrahl ihrer aufbrechenden Seele, und der Tugen-den, die darin wohnen, lieblicher als alle Farbender Morgenröihe.