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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Neben

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lind dem Engel ihres Lebens durch Zwenzüngigkeit,List und krumme Wege zu entgeben trachten. Wieseyd ihr so verkehrt? Kann auch das Werk zu sei-nem Meister sagen: ich will mich vor dir verstecken?der Thon zu seinem Töpfer: ich will deiner Handund deinem Auge entgehen? Herr, du erforschestmich, und kennest mich, ich sitze oder stehe auf, soweißest du es, du verstehest meine Gedanken vcnV ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich,und sichest alle meine Wege. Denn siche, eS istkein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nichtalles wissest. Du schaffest es, was ich vor oder her-nach thue, und haltest deine Hand über mir. Wosoll ich hingehen vor deinem Geist? und wo soll ichhinfliehcn vor deinem Angesicht? Wie solltest dunicht jede Unlauterkeit, jedes Verirren unsrer Ge-danken vom rechten, uns bestimmten Lebenswege,jedes halbe und noch ungeborne Lüqcnwort mer-ken ? Du wärest über uns im Mutterleibe, undhältst uns immer wie im Mutterleibe umschlossenund umgeben. Du spannest den Keim unsrer Ge-danken und Wünsche, du zeichnetest den Weg un-sres Lebens. O komm über uns, himmlisches Salb-vhl, du gewisser, starker, freudiger Geist des Lebens,der uns mit allem, was wir sind, gebildet hat, unduns allein auf dem rechten Wege erhält! der unsimmerfort tragen muß, und an seiner Brust näh-ren , daß wir nicht verschmachten. In unfern eig-nen Wegen verwelken wir, wie die Blatter, undunsre Sünden führen uns dahin, wie ein Wind.Dann stehen wir vor dir, wie zerlechzte Gefäße,wie dürre, abgerissene Blüthen, die von ihrem Stam-me sielen, denen ihr Lebensgeist entwich. Aber du,