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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Ho Milien.

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bot, was nicht ihm, sondern andern zu Theil ward,zerstört er auf doppelte Weise eine lebendige Krea-tur Gottes, nagt an sich und seinem Herzen, wieer an andern naget, und erbeutet mit aller Bemü-hung nichts als fremden Rost, der sein eigenes Goldzernichtet. Ruhe auf sich selbst, Zufriedenheit mitdem, was uns Gott gab, was wir werden sollen,und niemand statt unsrer werden kann, dies ist dieerste Lebensklugheit, der Grund aller Tugenden undaller Glückseligkeit, so wie die grösste Gabe Gottes,So lange wir umher schweifen, und uns selbst nichthaben, ist gleichsam Gottes bildende Hand von unsabgezogen, das Oel seiner Salbung ist verdorret aufunsrer Scheitel, und sein guter, gewisser, freudigerGeist ist nicht bei uns. Das schädliche Handwerk,andre zu zerstücken und uns ihre Glieder der Seeleund des Körpers anzupassen, macht uns zu Plage-geistern an uns selbst: die fremden Federn, die wiruns aufzwingen, und wenns Adlers Federn wären,zerreiße» uns und fressen unser Fleisch, wie Feuer wir irren ewig ab vom rechten, dem einzi-gen, einzelnen Lebenswege, den uns Gott bestimmte,und können also auch nie zu der Wahrheit kom-men, die unser Psalm preiset, und in der er daseinzige Wohlgefallen des Allwissenden setzet.

Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz,prüfe mich und erfahre, wie ichs meine, und siehe,ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich aufewigem Wege. Die Worte sind in tiefer Empfin-dung gegen die Falschen, die Unwahren gesungen,die dem Geist entfliehen wollen, der sie durchschauet,der ihre verborgensten Wege kennet, gegen die Gott-losen, die ihrem Schutzgcist lügen und ihn hassen,