dein Buck) geschrieben, die noch werden sollten, undderselben keiner da war. Denn auch Finsiernißnicht finster ist bei dir, und die Nacht leuchtet wieder Tag: Finsterniß ist wie das Licht. Du hastmeine Nieren in deiner Gewalt; du warst übermir im Mutterleibe.
Der bildende Geist erscheint in den letztenWorten, wie er im Anfänge der Dinge auf derTiefen schwebte, und mit mütterlicher, belebender,regender Warme das Geschöpfe seiner Liebe um-fangt.
In den folgenden Worten wird Gott Künst-ler, der es wie aus zartem Leim bildet, seine Ge-beine zahlet, zusammenfüget, und nun mit den»Athen» seiner Kraft anhauchet. Voll köstlicher, un-zahlbarer Schöpfungsgedanken, griff er zuin Werk;die Summe ging in seine bildende Hand, in seingebildetes Werk über: da stehts nun, das zum edel-sten Etwas gebildete Nichts, schauerlich, wunder-bar beseelt, durch und durch erfüllt und durchdrun-gen mit seinen Gedanken.
Wer mag sie zählen? wer mag sie fassen undauskeden? Der kleinsteTheil unsres belebten Baues,das kleinste Grübchen voll Milch- und Lebenssaftbis zur mächtigen, strömenden Sonne unsres schla-genden Herzens — alles ist voll Gottes, voll seinerunmittelbaren Lebenskraft, Ordnung und Weisheit.
Es ist daher tMch nicht eigentlich die Weisheitund der Sinn unsers Psalms, oder andrer solcherlobpreisenden Stellen, in dies Mechanische der gött-lichen Biloung und in die Kunst einzugehen, mit
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