und Homilien.
63
"H
das Glück der Menschheit; wehe dem Gipfel, dersich dieser Blume schämet, und sic dem niedrigen,verborgenen schonen Thal läßt; er steht kahl und,kalt und dürre über den Wolken — — Nur inseiner Gattin und seinen Kindern lernt ein Fürstsein Land und seines Landes Kinder lieben. JeWühler es ihm in seinem Hause, in seiner Kammer,in seiner Brust ist: desto leichter und lieber wirdibm sein Fürstenamt, sein Land, seine Regierung.Gott ist nur dadurch der beste König, daß er derbeste Vater ist, und er hat die Ordnung in unsreNatur gelegt, daß, wie das Werk unsres HauseSist, auch meistens das Werk unsres Lebens werde.— — Ja, da diese Freude und der süße NameMutter und Landesmutter oft mit Gefahr des Le-bens erkauft wird, da ein Fest wie das heutige,gleichsam das Fest eines neugeschenkten Lebens, ei-ner uns geschenkten edlen Fürstin ist, die uns mitdiesem Pfände ihres mütterlichen Herzens, Segenund eine Morgenröthe der Hoffnung auf die Zu-kunft schenket: welcher Rechtschaffene wird sich nichtohne Geschrei und Jubel in den stillen Dank unddas Gebet ergießen, das die alleserfüllende Gottheitam liebsten annimmt, und in den Tiefen seinesUrsprungs höret:
Lobe den Herrn, meine Seele, und was in unsist, seinen heiligen Namen: der das Leben unsrerFürstin vom Verderben erlöset, und uns gekrönthat mit Gnaden und Güte, der unfern Mund fröh-lich macht, und Sie und Ihr Geschlecht verjüngetmit Adlersjugend. Kinder sind eine Gabe GotteSund Leibesfrucht ein Geschenk des Höchsten. Gcseg-