rin d Homilien.
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keine Kraft und Nahrung geben. Mitleidig trater zu ihr: Weib weine nicht! trat an denSarg hin und half ihr. —
Meine Zuhörer, cs ist der ganze Zweck derReligion, uns von der Wahrheit zu überzeugen,daß es eine Vorsehung gebe, die auch überdas einzelne wacht, die sich in das gekränkteHerz eines jeden fühlt, seine Leiden mit empfindet,und jedem nach seiner Weise mit dem schnellenSchritt des Erbarmens hilft, mit dem sich hier Je-sus, sobald er das thräncnde Auge der Mutter sah,zu ihr und zu dem Sarge nahte. „Hat der Herrmeiner vergessen? wird sich sein Auge nicht meinererbarmen?" so spricht die Klage; und die Antwortspricht: „des Herrn Auge sicht auf den Elenden,sein Ohr vernimmt der Rechtschaffenen Seufzer, ermerkt auf ihr Gebet." Auch der ungcborne Seuf-zer, das halberstickle Ach! des Elendes ist vor ihm,und ist das angenehme Opfer des Weihrauchs aufseinem Altar. „Der Herr ist nahe denen, die ihnanrufen; der das Auge gemacht hat, sollte der nichtsehen? der das Ohr gemacht hat, sollte der nichthören? Zion spricht, der Herr hat mich verlassen,der Herr hat mein vergessen! —. Kann auch einWeib ihres Kindes vergessen, daß sie sich sein nichterbarmte, so will ich doch dein nicht vergessen,spricht der Herr: in meine Hände habe ich dich ge-zeichnet! Deine zerrissene Mauern, dein verwunde-tes Herz ist immer vor mir."
In so mütterlichen Ausdrücken versichert unsdie Bibel der Vorsehung, der immer wachenden