und Homilicn.
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die ganze Seligkeit des Gedanken, ein allwaltender,väterlicher, beseligender Gatt, der Vater und Wohl-thäter aller Welt zu seyn, denke: und dies Bildmeine Seele entzückt, werde ich alsdann wohl einMenschenfeind, ein Nichtswürdiger, ein Eigennützi-ger, ein Ecdcnklos, der blos für sich sorgt, seynkönnen? Wenn ichs an Gott preise und liebe undanbcte, daß er seine Sonne scheinen laßtüber Gute und Böse, werde ich alsdann wohlein Teufel gegen meine Brüder, ein Neider, einnichtswürdiger Betrüger, ein schädlicher Menschen-feind seyn können ? Wenn ich ihn den Wohltha-tcr alles, was Kind heißt, nenne, werde ich nochmein Herz in mich selbst zusammenziehen, aus Hoch-muts), oder Geiz, oder Wollust meinen Erdkloszum Mittelpunkt der Welt machen, und alles au-ßer mir verachten, verfolgen, verabscheuen, verleum-den, hassen, beneiden, betrügen können? Unwür-dige Seele, die betend so vor Gott seyn könnte!Unwürdige Seele, die seine Güte lobte, und nichtMuch, nicht Großmuth, nicht Adel genug hatte,eben die Gutheit an ihrem Theile zu beweisen; dieGott um Verzeihung ihrer Sünden bitten dürfte,und schwarze Galle und bittres Gefühl in ihrem Her-zen kochen hatte! Unnütze, kleine Seele! du spot-test deinen Gott mit deinem Gebet! Wasche erstdeine Hände, mache erst deine Seele rein und hei-lig und vergebend und nachsehend und demüthig undmenschenfreundlich, dann komm und beuge deineKniee vor Ihm! dann hört er dein Gebet. Sonstists ein Greuel in seinen Äugen.
Wenn ich also vor dich trete, so will ich mei-