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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Reden

ne Seele erforschen, ob ich auch einen Fleckenin ihr gewahr werde: eine böse wollüstige Neigung,einen giftigen Hgß, eine bittre Feindschaft, eineschwarze Mißgunst, abscheulichen Neid, verachtendenHochmurh, Unrecht, schreiende Sünden,und andre Abscheulichkeiten; und finde ichs, o sowill ich erst meine Hände reinigen, sie Gort Mit-ten , aus meinem Herzen tilgen und dann beten,dann vor ihn kommen. Mein Gebet an ihn sollSelbstprüfung seyn, und eine Reihe guter Entschlüsseerzeugen, und wenn ich von ihm aufstche,- so willich mich prüfen, ob ich auch durch sein Andenkenmenschenfreundlicher in Gesinnungen geworden? Ja,mein Gott, indem ich dir vor deine Vaterliebe danke,und sie mit entzückten Freudenthrancn preise, unddie Wollust fühle, Thronen der Dankbarkeit weinenzu können, so will ich mich auch entschliefen, wiedu ein Menschenfreund zu seyn, und wie du, soauch Thronen der Freude und der Dankbarkeit zuerregen. Wenn ich ein Gutes deiner Hand fühle:so sei) der zweite Gedanke, was kann ich Gutesthun? kann ich nicht mit dem, womit ich von dirergötzet bin, auch wieder einen Armen ergötzen?-womit du mein Herz gesiarket, meine Wünsche er-füllet hast, auch die Wünsche meines Bruders, derunter mir ist, erfüllen, auch sein Herz stillen. Wenndu mich errettet, und ich fühle, was cs sey, auseiner Krankheit, Noch, Gefahr erretlet zu seyn,o so erwecke mein Herz, mir auch die göttliche Lustmachen zu wollen, andre zu erretten, ihnen in ih-rer Krankheit beizuspringcn, sic in ihrer Noch ver-gnügt zu machen, ihre Thronen zu endigen. Wennich dich lohe als den Ordner der Welt: so will ich,