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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Reden

zens wirst mich auf die Knicc: die kindliche Freudedessen, was Gott an mir gethan, öffnet mir meinHerz, erregt meine Lippen und treibt mir frei unduncrzwungen eine kindliche Throne aus meinemÄuge. Natürlich, daß eine solche kindliche Empsinduna,ein solches unbescholtenes Gebet am liebsten von selbstdie Einsamkeit suchen wird: wo ich mit Gott

meinem Vater allein bin, wo ich in einer stillenKammer ihm mein dankbares, kindliches Herz auf-schließe, und ihm mit allem Wesen meine Seeleausschütte.

Wie sollte der ewigen Liebe ein solches Gebetnicht gefallen? dem Allwissenden, wenn ichmich in seine Allwissenheit setze und sie feire? demGütigen, daß ich seine Güte erkenne und preise;dem Vollkommenen, daß ich durch sein Gebetschon unmittelbar weiser und vollkommener und bes-ser werde? Vater im Himmel! ich weiß, dieStimme des Säuglings ist dir sowohl ein Lobgc-sang, als der Lobgesang des Engels am Throne.

Und hatte ein solches Gebet auch übrigens kei-ne Jauberwirkung, um Wunder in der Narur zuerregen: so ist es an sich schon erfreuend, selig,nützend genug. Ich wills nicht aus Lohnsucht,nicht aus knechtischem Zwang darbringen, um eslos zu seyn; als ein Kind des besten Vaters, dasgerne mit ihm im Umgang ist, und von ihm dasschönste Bild der Menschenfreundlichkeit ebendurch dies betende Anschauen lernen, eben durchsGebet ihm ähnlich werden will. Wie, wennich egglich mit ihm als dem gütigsten Vater derWelt mir die ganze Schönheit seiner Latcrslicbe,