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Christliche Reden
im Frühling und dich im Sturm des Herbstes undim Segen des Sommers und im Schnee des Win-ters dich, Herrn der Werke deiner Hände, sehen,und entzückt alsdann nach deinem Himmel blicken,und dir verstummt mit schwachem, ohnmächtigemGefühl und mit einer stillen Thräne deinen Lobge-sang feiern: dir dem Vater über alles, was Kindheißt im Himmel und auf Erden!
Aber, m. Z., wie sehr vorzüglich ist Gott un-ser Vater! Wie viel Vorzüge hat er uns ge-geben, über so manches andre, was auch sein Ge-schöpf, sein Kind ist; und wie ists da nicht billig,diese Vorzüge zu empfinden, sie dankbar vorGott sich zu erinnern, sie mit einem Gefühl derwürdigen Ergebung, der kindlichen Demuth zu füh-len? Wie? und ist nicht dies dankbare, dies sichin Gottes Hand ergebende, dies kindliche warmeGefühl ein Gebet? das beste Gebet, das ein Ge-schöpf, wie ich bin, Gott bringen kann. Wennich meine Abhängigkeit von Gott fühle, wenn ichmich erinnere, was mir seine Güte gegeben, wennich etwa bei einer neuen Wohlthat, bei einem sü-ßen und recht ruhigen Augenblick meines Lebens,wenn ich bei dem besten und stillsten Gefühl derFreude das Glück meines Dafeyns empfindet meinLeben, meine Gesundheit, meine vorlheil-haftcn Umstände, Gaben, so manchesGlück, angenehme Begebenheiten, geistlich- undleiblichen Segen, daß ich mit Vergnügen genieße— wie, das bin ich ja den Händen meines Vatersschuldig, der für mich sorgt, mich in Zeit und Ewig-keit glücklich machen will — wie? und das sollte