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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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Christliche Reden

te, -u sich, nur auf solchem Wege Ruhezu finden für seineScclc? Wer war barm-herziger als er, und re incrn Herzens, dervon keiner Sünde wußte, und sich für unszur Sünde machen ließ: damit er Friede stif-tete zwischen Himmel und Erde und glückseligmachte alle Welt. Er hungerte und dürstetenach Gerechtigkeit; cs war ihm Speise undTrank, den Willen Gottes zu thun, und einWerk zur Seligkeit des Weltalls zu vollenden. Solebte, so litt er und war fröhlich! und lebte im-mer in dem Himmel, in dem Trost und An-schau en Gottes, das er hier versprach. SeinLeben war also das eigentlich ausgedrückteste Bilddieser schweren Pflichten und Seligkeiten; und wennwirs recht fassen, sein Bild recht tief in uns prä-gen, so steht in jeder Situation und Thal Jesudie beste Erklärung und ddernng dieser hohen Se-ligkeiten vor uns!

Auch was er sonst immer von seinen Jüngern,Nachfolgern und Bekennern federte, war Zug fürZug dies erste Bild. Alles verlassen zu kön-nen und ihm nachzufolgen ! Leib und Lebenaufgeben zu müssen und doch nichts verlohrenzu haben, sondern fr ö h l i ch z u sey n, daß manetwas höheres gefunden. Sein Kreuz, d. i.alle Verfolgung auf sich zu nehmen, um nur rei-nes Herzens und sanftmüthig, wie Gott, wohlthun zu können. Christus kannte kein anderesChristenthum als dies, und kein Heide ist gewesen,der dies nicht, (wie er sagt, wenn sie möglich wäre)für die höchste, edelste und einzige Tugend erkannt