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Christliche Reden
te, -u sich, nur auf solchem Wege Ruhezu finden für seineScclc? Wer war barm-herziger als er, und re incrn Herzens, dervon keiner Sünde wußte, und sich für unszur Sünde machen ließ: damit er Friede stif-tete zwischen Himmel und Erde und glückseligmachte alle Welt. Er hungerte und dürstetenach Gerechtigkeit; cs war ihm Speise undTrank, den Willen Gottes zu thun, und einWerk zur Seligkeit des Weltalls zu vollenden. Solebte, so litt er und war fröhlich! und lebte im-mer in dem Himmel, in dem Trost und An-schau en Gottes, das er hier versprach. SeinLeben war also das eigentlich ausgedrückteste Bilddieser schweren Pflichten und Seligkeiten; und wennwirs recht fassen, sein Bild recht tief in uns prä-gen, so steht in jeder Situation und Thal Jesudie beste Erklärung und ddernng dieser hohen Se-ligkeiten vor uns! —
Auch was er sonst immer von seinen Jüngern,Nachfolgern und Bekennern federte, war Zug fürZug dies erste Bild. Alles verlassen zu kön-nen und ihm nachzufolgen ! Leib und Lebenaufgeben zu müssen und doch nichts verlohrenzu haben, sondern fr ö h l i ch z u sey n, daß manetwas höheres gefunden. Sein Kreuz, d. i.alle Verfolgung auf sich zu nehmen, um nur rei-nes Herzens und sanftmüthig, wie Gott, wohlthun zu können. — Christus kannte kein anderesChristenthum als dies, und kein Heide ist gewesen,der dies nicht, (wie er sagt, wenn sie möglich wäre)für die höchste, edelste und einzige Tugend erkannt