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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Ho milien.

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Wir thatcn sehr unrecht, wenn wir hier jededer sogenannten acht Seligkeiten besonders nahmen,und die Worte Jesu zerrißen, die alle EinesSinnes und Geistes sind. Noch unwahrer,wenn wir das Alles nur leiblich nähmen, undetwa für einen guten Rath ansahen, den er imAnfänge des Lehramts den Aposteln gebe. Er sprichtzu Aposteln und zu Volk. Weltlicher Rathgeberhat Jesus nie werden wollen, und was wars für«in schöner annehmlicher Rath gewesen, das Leide-tragen , Armseyn, Hungern und Dürsten für undwider nichts zu empfehlen! Jedes Wort in dieserRede Jesu ist geistig und Religion des Herzens.Er nennt es arm im Geist feyn, nach G e-rechtigkeit und Milde hungern und dürsten,ums Reiches Gottes willen verfolgt werden,reines Herzens seyn und Gott schauen zukönnen gewiß das geistigste Element von Tugen-den und Pflichten. Was er ihnen verspricht,ist das, was ein jeder Christ wünschet und anstre-bet und ohne welches es gar kein Christenthum ge-be: Reich Gottes, Himmel, cwigenTrost,Kindschaft Gottes und Fülle der Glückselig-keit im Anschaucn Gottes. Der Weg dazumuß also auch der seyn, den hier Jesus fodcrt,und den er ja durch sein ganzes Leben in Wortund Thal bezeuget. Denn ward er nicht selbst armum unsertwillen, daß wir durch seineArmuth reich würden? Opferte er sichselbst nicht auf und ward gehorsam biszum Tode, ja bis zum Tode am Kreuz.War er nicht selbst sanftmüthig und von Her-zen demüthig, und rief, wer ihm folgen woll-