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Christliche Reden
Jesus that seinen Mund auf, lehrtesie, und das feste Wort, was er öffentlich in sei-nem Werke sprach, war: Selig! — Er wiedec-holts eine Reihe male nach einander; er war nichtder Gesetzbote, der wie dort, als Moses von derWelt gehen sollte, den Fluch vom Berge herabricf;zu suchen und selig zu machen, das verlorenist, war Er gekommen. Sein erstes öffentlichesWort spricht uns Seligkeit, Vertrauen undguten Muth zu. Ein Menschengeschlecht, dasGott verworfen hat, dem sendet er keinen Erretterzu, und ein Erretter, der von Gott gesandt ist,daß die Welt durch ihn selig werde, wird auch sei-nen Zweck, bei Menschen, die Geschöpfe GotteSsind, nicht ewiglich verfehlen können. O Glaubean Gott durch Jesu ml du bist ein neues We-sen! ein getrostes Daseyn! höhcrn guten Muth imLeben und Sterben!
Aber wer ist selig? wen preist Jesus selig?Die Armen im Geist, die Leidtragenden,die Sanftmüthigen, die nach Güte undMilde, d. i. Gerechtigkeit hungert und. dur-stet, die Barmherzigen, d. i. reines Her-zens sind, die Friedfertigen, d. i. die Stifterder Glückseligkeit, wo sie es seyn können; endlichdie um des Guten willen verfolgt, geschmäht,gelästert werden, und sich dennoch freuen —>das sind die Seligen Jesu. >— Hoher Zweck,schwere Laufbahn! Und das war das erste Wort,das Jesus zu sagen, die erste Gemüthsart, die erzu fordern hatte — wahrlich sein Reich und seineTugend war nicht von dieser Welt! —