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Religion und Theologie Theil 4 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 2
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und Ho Milien. S

bleiben. Er führt aber auch auf keine geheime,verborgene Sache, auf göttliche Beschauung, solcheund andre Gefühle; sondern auf Thun des Wil-lens Gottes, auf Liebe, auf gemeinnützige Wirk-samkeit aus reinem Geiste. Dies ist der einfaltigeWeg, auf dem auch die Thoren nicht irren mögen:lasset uns ihn so einfältig gehen, als ihn uns Chri-stus gezeigt hat und vorgegangen ist. Er endet imGenuß Gottes, in himmlischer Freude.

Und du, o Erlöser, der immer versprach, beiseinem Worte zu seyn, und treue Menschen nachDir zu bilden; Dein geschriebenes Wort ist nurdie Form und das Bild deines Willens; wenn wirshalten, es zur That bringen, daß es ewig in unslebet, haben wir erst deinen Willen ganz gethan.Gib uns deinen Geist, daß wirs also halten, undbewahre unsern Blick, daß er sich weder im Hören,noch im Ausüben davon zerstreue, jedesmal deneinfachsten Gesichtspunkt nehme, es zu fassen unddie weiteste, ausgebreitetfte Warme, es zu thun.Sey in deiner Einfalt vor und unter uns, wie dudort auf dem Berge lehrtest und selbst das Schwer-ste zuerst erfülltest, und laß dies dein einfältigesWort eine Perle seyn, die uns über Alles gelte,nicht uns damit zu schmücken, sondern unser Herzin reine Himmelseinfalt zu verwandeln. Wie theuerwird uns dies dein erstes, einfaches Wort an dieMenschen werden, wenn es uns auch durch Mühe,That und den Geschmack innerer Süßigkeit, derdarin liegt, theuer geworden, und unser Leben einim stillen Glanze ausgedrücktcs Bild desselbenwäre! B. U>

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