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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
Seite
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ihm in dessen Grab seine rechte Welt und Freund-schafts - Insel nachgesunken, so wurde man aus sei-ner Sehnsucht inne, Laß ec innerlich, nach einemhöchsten Ideale, viel scharfer über die Zeit richte,als cS äußerlich seine Duldung und Allseitigkeit ver-cielh; daher gehr durch seine Werke eine geheime,bald sokratische, bald horagische Ironie, die nur seineBekannten verstehen. Er wurde überhaupt wenig,nur im Einzelnen anstatt im Ganzen gewogen underwogen; und erst auf der Demantwagc der Nach-welt wird cs geschehen, aus welche die Kiesel nichtkommen werden, womit die rohen Stilistiker, dienoch rohern Kantianer und rohen Poetiker ihn halbsteinigen, halb erleuchten wollten."

Der gute Geist gab viel, und litt viel.Zwei Neben von ihm bleiben, obwohl andern unbe-deutend , mir immer zur Betrachtung; die eine, daßer einst an einem Sonruage mit wehmükhigemSchmerz über die kahle kalte Zeit, unter den, wieaus den alten Jahrhunderten herüber fließenden Tö-nen des nahen Kirchcngclaules sagte:Er wünschte,er wäre im Mittelaller geboren worden! Diezweite, ganz andere Ncde war, daß er sich eine Gei-ster--Erscheinung wünschte, und daß er gar nichtsvon dem gewöhnlichen Geister - Schauder dabcn em-pfände und atmete. O die reine geister-verwandleSeele! Ihr war dieß möglich, so dichterisch sie auchwar, und so sehr gerade eine solche am meisten erschaudert vor den langen stillen Schleiern die hinterdem Tode wohnen und geben; denn sie war selberder Erde eine Geister - Erscheinung, und vergaß nieihr Reich.