«st von sich selber glaubte, eben NM homerischenund shnkespenrischcn Mnnsstnb stehend, so mar erblos etwas besseres, nämlich ein Gedicht, einindisch-griechisches Epos von irgend einem reinstenGott gemacht! — Wie soll ichS anseinandersetzen,da in der schönen Seele, eben wie in einem Ge-dichte, alles z u s a m m e n fl o ß, und das Gute,das Wahre, das Schöne untbeilbar in ihr war?Griechenland war ihm das höchste, und wie allgemeinauch sein kosmopolitischer Geschmack lobte und aner-kannte, so hieng er doch, zumal im Alter, wie einvielgereiseter Odrsseus, nach der Rückkehr aus allenDlüthen - Landern, an d>r griechischen Heimat!) aminnigsten. — Herder war gleichem nach dem Lebengriechisch gedichtet. Die Poesie war nicht etwa einHorizont - Anhang ans Leben, wie man oft beyschlechtem Wetter am Gesichtskreise cinen regenbogen-farbigen Wolkenklumpcn erblickt, sondern sie flogwie ein freier'leichter Regenbogen glänzend über dasdicke Leben als Himmelspforte. Daher kam seinegriechische Achtung für alle Lebensstufen, seine zu-rechtlegende epische Manier in allen seinen Werken,welche als ein philosophisches Epos alle Zeiten, For-men, Völker, Geister, mit der großen Hand einesGottes unparthepisch vor das sakularische Auge führteund auf die weiteste Bühne. Daher kam sein grie-chischer Widerwille gegen jedes Ueberschlagcn derWage auf eine oder andere Seite; manche Sturm-und Folter-Gedichte konnten seine geistigen Marterbis zur körperlichen treiben; darum zog er, ..ne eingriechisches Gedicht, um jede, auch schönste Empfin-dung z. B. der Rührung, oft durch die Gewalt desScherzes, früh die Granze der Schönheit."
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