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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
Seite
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35^ Herders Leben.

Von diesem Jahr des näheren Umgangs mitHerder," fahrt Ritter fort,daiirl sich unendlichviel Neues in meinem Gemüthe, selbst in meinemLeben, und dieses ganze letztere schien wieder in seineursprüngliche, ihm natürlichste Richtung eingesetzt.Gelesen halte ich i» dieser Zeit wenig, aber viel:daS Hauptwerk war mir die älteste Urkundedes M e n sc h e n - G e sc h l e c h ts; wobei) ichGen ausnehmenden Vorkheil genoß, den Versasscrselbst zum Eommcntaror derjenigen Stellen zu haben,die mir schwerer zu verstehen waren. Dieser selbstwurde hierdurch wieder ganz in jene Zeit, wo sieihm entstanden und die er immer als eine vorzüg-lich selige in seinem Leben pries, zurückversetzt,und jede Mühe wäre vergebens, die Feuerhimmelder Vorwelt, die dann sich ihm, und wer ihn sahund hörte, aufthaten, zu schildern. Er selbstbeschrieb und schilderte nicht; er führte blos zurStätte hin, und zeigte: es a u S z u sp r e c h e nvermochte er nicht und unternahm es auch nicht.Aber Er selbst in diesem Augenblicke, sein gan-zes Wesen, sein Auge, Angesicht und Scyn, wurdezur lebendigen Hsiroglrphe des Wortes, für welchedie Zunge das zureichende Organ nicht mchrwar.So mußte man Herder» sprechen sc h c n, umihn überhaupt zu hören und zu verstehen; somußte man ihn gehört und schweigengesehen haben, um sagen zu können, man leseihn."

Der gewissenhafte und unbefangene Biographdarf jedoch die Schattenseite seines Originals nichtganz unbemerkt lassen. Dem aufmerksamen Kunst-