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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
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weg, und folgte der Melodie. Eine schöne Operversäumte er nie.

Ohne irgend ein klassisches Buch alter oderneuerer Zeit in der Tasche zu haben, gieng er nieallein spazieren. Hatte er auf seinen Spaziergängennicht irgend einen sirirten geistigen Gegenstand, sosielen seine Gedanken leicht auf sinne ihm nicht pas-sende Lage, auf seinverfehltes Leben" wie eres oft nannte, und er kam dann erhitzt und bewegt,trübe und gleichsam kämpfend mit seinem Genius,nach Hause.

Die Erziehung seiner Kinder lag ihm sehr amHerzen, doch waren ihm Amtsgeschäfte, literarischeArbeiten, und selbst eine allzu große Liebe für

seine Kinder dabcy oft entgegen. Seiner Gattiirkonnte und mußte ec vieles, besonders auch inökonomischer Hinsicht überlassen. Ins Detail überdie Erziehungskosten ließ er sich nie gerne ein.Du wirst cs aufs beste, cinrichtcn" sagte er im-mer zu seiner Gattin,verschone mich nur mitdiesen Dingen, du weißt es, Geldsachen sind nichtfür mich und machen mich nur unruhig."

Die Hauslehrer instruirte er schriftlich, wiedie Kinder behandelt und unterrichtet werden soll-ten; doch zog er den öffentlichen Unterricht, beson-ders Key den Knaben vor, und ließ sie daher, so-bald als möglich, die obern Klassen des Gymna-siums besuchen.