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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
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Z4^ Herders Leben.

sellsckaft, verband er zuweilen Ernst und sanfteSchwermuth. Der Reichthum seiner manchfalti enKenntnisse, sein richtiges Urtbeil, seine überallhervorleuchtendc Milde und Gutmüthigkcit, dieZartheit stines Benehmens gegen andere, machtenseinen Umgang höchst angenehm. Niemand in derGesellschaft lieh er absichtlich seine Ucbcrmacht drük-kend fühlen. Nur denen, die arroaant die Vor-nehmen gegen ihn spielen wollten, zeigte er sich zu-weilen herbe und unbiegsam; doch immer kehrteseine sanfte Gutmüthigkeit sehr bald zurück. JederGegenstand des Gesprächs bekam durch ihn, einevielseitige, immer geistreiche Ansicht, nie aber aufKosten, sondern zum Vortheil der Wahrheit.Es ist nur eine Wahrheit in jeder Sache," sagteer,und diese ist heilig!"

Zum Thee und Abendessen behielt er zuweilendurchreisende Fremde und Bekannte bey sich. Un-cingeladen, bildete sich Sonntag Abends eine Thee-Ges.llschast in seinem Hause, wobei) sich ProfessorHeinrich Meyer, Fr. Meyer, Mahler,Merkel, ttig c r, zuweilen Wieland, I.P. Richter seltener, weil er lieber und öfterim engem Kreise der Herderschen Familie seineAbendstunden zubrachte, und andere sich gewöhnlicheinsandeu. Spater hob er diese Gesellschaft wiederauf, da sie ihm zu lästig wurde, auch zu unglei-chen Beurtheilungcn Anlaß gab.

Man hat verschiedene Bildnisse von Herder.Eines der frühesten, schon in Bückeburg gezeichnet