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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
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es stoßt sich jetzt blos daran, wie der genommeneEntschluß mit aller Schicklichkeit sür mich, für denPrinzen, seine Eltern und das Publikum auszufüh-ren sei) und das muß sich bald zeigen. Doch warummartere ich Sie mit Situationen, die an sich zuklein waren mich zu martern, wen. ich nicht suhlte,daß meine offene, unschuldige Güte des Herzens anvielem Schuld gewesen und freilich das sticht nachherempfindlicher."

Nach wenigen Wochen bat Herder um seineEntlassung bcym Eutiner Hof, die man ihm nurungernc zugestand. Die Trennung vom Prinzen,den er liebte, und von der humansten fürstlichenFamilie, hatte ihn Kampf gekostet. Es lag nicht anihm, das, was er schon vor der Reise sah und ahn-dete und täglich zunahm, jetzt durch einseitige Vor-kehrungen plötzlich anders zu lenken. Unerfahren inpolitischen und Hof-Verhältnissen, wie er war, undblilb, lag cs durchaus nicht in seinem Charakter,eine heimliche Gegen - Parthie zu bilden, oder sichin die Pflichten eines andern einzudrangen Er warzum Instruktor und Reise-Prediger berufen, undin diesen Schranken hielt er sich gewissenhaft. Daer aber die Folgen unzweckmäßiger Behandlung desPrinzen täglich wachsen und keine Möglichkeit dagegenzu wirken vor sich sah, so blieb ihm nichts übrig,als nach seinem offenen Charakter zu handeln undaus dem Verhältnis) heraus zu treten.

Herder schrieb darüber an seine Verlobte:„Eben jetzt komme ich vom Prinzen; ich habe ihmmit weinenden Äugen meine Trennung angekündiget.