in Eutin, Darmstadt und Strasburg 1770. g 5
Ec war eben so gerührt wie ich, und ich Hube ihnbloß wie eine Leiche verfassen, er sucht wenigstensnoch Wochen und Monate Aufschub, fühlt aber mitmir alle Beweggründe und Veranlassungen, so wieich sie selbst fühle." — Spater von Bückcdurg ausschrieb er hierüber weiter: „Sie wissen die halb
schiefe freundschaftliche Art, mit der sich der -Prinz,den ich begleitete, von mir trennte, da ich, ohner-achlet seines vierteljährigen SiürmenS, nicht langerbey ihm bleiben wollte. — Schon bei) meiner An-wesenheit in Eutin war die Hauptkrankheit, an dermeine Mitqefahrteu schleichend laborirten — Neid!Ich war bei) Hof auf solchen Ton gewesen, daßmein Zutrauen und die Freundschaft, die ich genoß,gegen die Kalte, mit der sie behandelt wurden, we-nigstens wie 99 zu 1 war, und oft minder. Sowars auf der Reise noch mehr, weil der Prinz inmanchem Betracht blos mit mir reifete, und da ichnun weggieng, ist alles bald gebrochen. Als ich nachBückeburg kam, fand ich einen Brief vom Prinzen,aus Brüssel, ich schrieb nach Eutin, und da hörteich nun eben, der Prinz scye mit Allem auf derReise brouillirt, habe sich mit dem Gouverneur Über-würfen, sei) melancholisch, in Religions-Zweifelnund hundert andern Ideen — kurz, ihm sey? besoh-len worden, so schleunig als möglich nach Hause zukommen. Sie können nun denken, daß alles aufden Gouverneur gelegt worden, nn» hieß cs, dasalles hatte ich vorausgesehen und wäre deshalb weg-gegangen , es hieß, wenn ich nur da geblieben wäre w.Unterdessen lies mir die Herzogin sagen, daß dirHofprediger - Stelle offen wäre :c. Aber ich fandnicht gut, hieraus zu antworten. Der Prinz kommt