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Herders Leben.
Hans, der rauschende Welsinstrom, die fließendeWolke, der weite unendliche Lufrkrers! — wo ist dasfeste Land, aus dem ich so ruhig stano? und diekleine Kanzel oder das Katbeder worauf ich michbrüstete? wo sind die, vor denen ich mich furcht,teund die ich lieble? —>
So schiffte er ohne besondere Begegnungen anden Küsten von Kurland, Preußen, Schweden, ander Kuppe des Dlaus, an Dänemark, Jütland,Schottland, Holland, England und an den Nieder-landen vorbey. Einer seiner Briefe zur Sec geschrie-ben, an Hartknoch, sagt unter andern: „Wir sindmoraen vierzchen Tage aus Riga, und jetzt der In-sel Meene nabe. Schöne Tage und Abende und oft einespieqclqlatte Helle See, dabey aber langsame Fahrt! —geben Sie mir Nachricht von dem, was die Klotzi-schen sieben Journale künitig über mich belieben wer-den und was diese Urthcile und Pa guillen in Rigafür Eindruck machen ? — Ich wünschte sehr zu mei-ner Reise Klopstocks Messias, Lieder, Hermanns-schlacht :c. gehabt zu haben; ich bin wie ein Be-täubter gereist, zur See mit dem Kopfe zu arbeiten,habe ich noch nicht gelernt; es ruhet also alles, woes ruht!" — „Man bildet sich ein, wenn manauf Meeren, Lander und Welttheile vorbey fliegt,viel von ihnen denken zu können. Allein diese Län-der und Wclitheile sieht man nicht, sie sind nurfernher stehende Nebel, und so sind auch meistensdie Ideen von ihnen. Die Sckiffarkh der Alten warhierinn anders: Sie zeigte Küsten und Menschen-Eatrunaen; in ihren Schlachten redeten Charaktereund Menschen, jetzt ist alles Kunst, Schlacht und