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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
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in Riga von 1764 bis 1769.

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schaalen Neid einiger kriech.-nden Geschöpfe. Beyalle dem, habe ich in Lieflanb so frei und ungebun-den gelebt, gelehrt und gehandelt, als ich vielleichtnie mehr im Stande scyn werde. Geli.btvon Siadtund Gemeinde, angebelet von meinen Freunden undeiner Anzahl von Jünglingen, die wich für ihrenChristus hielten; der Günstling des Gouvernementsund der Ritterschaft, die mich zu großen Ab- undAussichten bestimmten, gieng ich demungeachtet vomGipfel dieses Beyfalls, taub zu allen Vorschlägen,unter Tbrancn aller, die mich kannten, weg, da mirMein Genius unwiderstehlich zurief: Nutze deine

Zeit und blicke in die Welt! — Und nochhat es mich keinen Augenblick gereut!" —

Unter diesen, und manchen andern ztckammen-wirkcnden Ursachen, die Herder» zu einer Reise,vorzüglich nach Frankreich, bestimmt haben mögen,war ohne Zweifel auch das Studium d,r französischenSprache und die kühn und tnff.nd auf-.cfaßte Idee:SA) von dorraus seinen hehercn Standpunkt zunehmen, um über unsre deutsche Literatur ein unbe-fangenes Urth il fallen zu können. „Sic glaubennicht," schrieb er an Hartknoch, „wie viel Neuesman sicht, wenn man aus seiner Situation herausist. Das ist der Punkt, den Archimed außerhalbder Welt verlangte, um die Welt bewegen zu kön-nen" und das ist in Bezug auf meine bisherige Lagedes Lebens, meine Reise!" —

Sein Reise-Journal fangt mit den Wortenan: „Den 23 May 1769 re.sece ich von Riga ab,um, ich weiß nicht wohin? zu gehen, Ein großerHerders W» z, Phil, u, Gesetz» XVl. E I-eäeu,