in Riga von 1764 bis 1769- 69
bole gefunden zu Huben. Er Hütte sein eigenes Sy-stem darüber, das er einst ausarbcicen wollte undglaubte, daß auch bey diesem Institut ein neuer,unsrer Zeit gemäßer Geist geweckt und dieveralteten Gebrauche wieder belebt werden sollten.Es war ihm zuwider, wenn er verständige, durchZeit, Wissenschaft und Religion aufgeklärte Männermit diesen Gebrauchen gleichsam nur spielen sah,ohne ihnen einen, für unsre Zeit dringend bedürftigenZweck zu geben. Er hielt auf Bündnisse anerkanntrechtschaffener Männer zu edlen Zwecken sehr viel,denn, wie er oft sagte: nur durch vereinigte Kräftekann etwas Großes gedeihen; und daß man auchihn für den Mann hielt, durch den solche Zweckeerreicht werden konnten, davon werden im Verfolgseiner Lebens-Geschichte merkwürdige Belege vor?kommen,
Seine Gespräche in derAdraffea über die Frci-maurerey sind nur der Anfang dessen, was er hier-über Umfassenderes mitrbeilen wollte. Er suchte undsammelte dazu aus vielen Büchern, die er aus derGöttinger und Dresdner Bibliothek sich zu verschaf-fen wußte. Der Orden, sagte er, müsse in unsrerZeit, am Lichte des Tages, offen und frei handlen,sein. Einfluß würde dadurch nur gewinnen und meh-rere Thcilnehmcr dadurch sich erwerben. Das Gute,was übrigens der Orden auch jetzt noch, durch edleund thätiqe Vorsteher wirkt, war ihm stets ehrwür-dig, nur schmerzte ilm die .Aufnahme unwürdigerMitglieder in ein Institut, das ohnehin für unserZeitalter nicht mehr ganz paßt und in seiner Wirk-samkeit dadurch noch mehr geschwächt wird. —