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Zur Philosophie und Geschichte Theil 16 (1822) Herders Leben
Entstehung
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in R i g a v o n 1764 bis 1769.

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mit schwerem Herzen, mit Selbstvorwürfen, mitThronen in den Augen, mit Seufzern in der Brust,mit Blut cm unfern Händen, mit Flecken in unsrerSeele weg müssen! Wir wollen hier für unsreSeelen sorgen, in ihren Boden Tugenden pflanzen:denn dos bleibt unS und soll ouSgebildct werden;Mäßigkeit, Güte, Gottesfurcht, Gerechtigkeit,Menschlichkeit bleiben uns im Tode, und alle guteWecke folgen uns noch in die Ewigkeit."

In Riga fand Herder ein n.ucs Vaterland!Seine Loge wurde nun mehr sorgenfrei. In demsüßen Gefühl einer ganz andern Freiheit, alSselbst auf der Universität Königsberg, wo drückendeNahrungssorgen seine Must beschrankten. konnteer nun, im Besitz seiner Selbst, ganz den Pflich-ten seines Amtes und seiner Liebe zu den Wissen-schaften leben,

Freundschaft und Geselligkeit erhöhten und be-förderten den Aufschwung seines Talents, das all-gemeine Bewunderung erregte. Seine reinen Sit-ten, sein edler Charakter, sein scharfes Gefühl fürRecht und Wahrheit, für das Schöne und Wohl-anständige; sein zartes Mitgefühl bcy Anderer Lei-den, seine geistvolle Laune im Umgang, mit heite-rem Ernst gemischt, erwarben ihm Liebe und Hoch-achtung. Auch die allgemeine» Angelegenheiten derStadt und des Landes, waren die Seinigcn! Weyder Einweihung des neuen Rgthhauses zu Riga176.5 hielt er die Rede: Haben wir noch dasPublikum und Vaterland de r A lk cn? —>(Ad rast ca 3 . D. 11. pag. 176.)